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Kunststoffabfälle als wertvolle Ressource

(13.10.2020) Südpack setzt sich für die Etablierung des chemischen Recyclings als ergänzende Technologie zum mechanischen Recycling ein, das sich bisher nicht für die Verarbeitung komplexer Verbundfolien der Verpackungsindustrie eignet.


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Das produzierte Pyrolyse-Öl wird der Kunststoffindustrie als Rohstoff für die Herstellung hochwertiger Granulate in Neuware-Qualität zur Verfügung gestellt. Bild: Pixabay



Die Kooperation mit Recenso, einem Spezialisten für die Realisierung von Systemen zur Rohstoffrückgewinnung, ist nun ein erster wegweisender Schritt des führenden Folien-Herstellers in Richtung einer effizienten Kreislaufwirtschaft im Markt.


Maximaler Produkt- und somit Verbraucherschutz macht im Bereich der Lebensmittelverpackungen den Einsatz von Verbundfolien unverzichtbar. Diese bestehen aus mehreren Schichten unterschiedlicher Polymeren und gewährleisten u.a. lange Haltbarkeit und niedriges Verpackungsgewicht. Leider stösst das etablierte mechanische Recycling bei diesen Materialien an seine Grenzen. Die wertvolle Verpackung kann daher nicht einem geschlossenen Kreislauf zugeführt werden.


Die Ingenieure der Recenso haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich auch gemischte Kunststofffraktionen in flüssige und universell verwendbare Kohlenwasserstoffgemische umwandeln lassen, die dann der Chemischen Industrie wieder als Rohstoff zur Herstellung höchstwertiger Kunststoffe zur Verfügung gestellt werden. Die innovativen Anlagen zur Direktverölung arbeiten nach dem Carboliq-Verfahren und sind weltweit einzigartig. Eine Pilotanalage im industriellen Massstab wurde am Standort des Entsorgungszentrums Ennigerloh realisiert. „Die Ausführung entspricht den internationalen Standards für verfahrenstechnische Anlagen und dient der Erprobung und Weiterentwicklung des chemischen Recyclings in Deutschland“, erklärt Christian Haupts, Geschäftsführer der in Remscheid ansässigen Recenso GmbH.


Die jüngst besiegelte Kooperation der beiden Technologieführer Südpack und Recenso verfolgt nun das Ziel, in industriellem Massstab produktionsbedingte Wertstoffe in hochwertiges Pyrolyse-Öl umzuwandeln. Das produzierte Pyrolyse-Öl wird der Kunststoffindustrie als Rohstoff für die Herstellung hochwertiger Granulate in Neuware-Qualität zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, dieses für die Herstellung von Produktverpackungen in Branchen mit hohen Qualitäts- und Hygieneanforderungen wie der Lebensmittel- und Medizingüterindustrie einzusetzen werden.


Dirk Hardow, der seitens Südpack für die Kooperation verantwortlich zeichnet, bewertet die Investition in das innovative Projekt „als ersten wegweisenden Schritt, um als Hersteller hoch-performanter Verbundmaterialien massgeblich zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffverpackungsindustrie beizutragen. Denn das chemische Recycling ermöglicht es, die anspruchsvollen Recyclingquoten der EU-Kunststoffstrategie und des Deutschen Verpackungsgesetzes zu erfüllen – und somit unsere Kunden bei der Erfüllung der aktuellen wie künftigen Marktanforderungen zu unterstützen. Südpack nimmt hier eine Vorreiterrolle ein und wird auch in Zukunft diese Innovation durch Investitionen weiter vorantreiben.“


Kunststoffprodukte aus chemisch recyceltem Material lassen sich nach dem Gebrauch erneut recyceln. Je öfter also chemisches Recycling (mit bereits chemisch recyceltem Material) betrieben wird, umso mehr CO2 wird eingespart, das sonst bei der Raffination von Erdöl als Ressource und der Verbrennung der Kunststoffe nach dem Gebrauch entsteht. Nicht zuletzt dadurch leistet das Chemische Recycling Beiträge insbesondere in der Verpackungsindustrie zum Schliessen von Kreisläufen und zur Reduzierung von Treibhausgasen.


www.suedpack.com

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