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Transparenz durch Blockchain-Technologie

(13.01.2020) Die Initiative “Circularise Plastics“ geht in die nächste Phase. Die Projektgruppe stellte das Projekt letzte Woche auf der CES 2020 vor und öffnet es nun für weitere Partner auf ihrem Weg zu Transparenz und Zirkularität in der Kunststoffindustrie.


Circularise_Logo

Das von dem Polyamid-Anbieter Domo, dem Werkstoffhersteller Covestro und Circularise, einem Start-up-Unternehmen für Transparenz in der Lieferkette, gegründete Gemeinschaftsprojekt für Materialkreisläufe bei Kunststoffen hat den ersten Meilenstein erreicht. Mit Unterstützung der Gründungsmitglieder hat Circularise erfolgreich die erste Version der auf die Kunststoffindustrie zugeschnittenen Plattform entwickelt.


Derzeit ermöglicht die Lösung Herstellern die Erstellung einer digitalen Version ihrer Materialien auf der Basis von vertrauenswürdigen (Audit-) Dokumenten. Damit können sie die Nachhaltigkeit ihrer Lieferkette nachweisen und Verlässlichkeit und Vertrauen generieren. „Wir sehen jetzt, dass immer mehr Unternehmen, von Materialherstellern bis hin zu OEMs und Marken, Interesse an der Schaffung eines offenen Standards für die Branche zeigen. Immer mehr Akteure sehen den Wert der Implementierung neuer Technologien, um transparenter zu werden, und sie erkennen auch, dass sie dies nicht alleine können“, sagt Mesbah Sabur, Gründer von Circularise.


Das Start-up hat an den Erfolg angeknüpft und den Standard bereits BASF und Stanley Black & Decker im Rahmen ihrer Circularity Challenge vorgestellt. Circularise wurde schliesslich als einziges Softwareunternehmen unter fast 100 Mitbewerbern Finalist in dem Wettbewerb.


„Der Wert dieses Standards, der von der Industrie entwickelt wurde, liegt darin, eine zentrale, mächtige Behörde zu vermeiden und allen Teilnehmern gleiche Rechte einzuräumen“, sagt Thomas Nuyts, Leiter Global Product Management bei Domo. Circularise Plastics ist für alle Unternehmen verfügbar, die Kunststoffe herstellen, verarbeiten, recyceln oder verwenden, und fördert die breite Akzeptanz im Markt.


Je nach der Position der Beteiligten in der Wertschöpfungskette können sie verschiedene Vorteile erwarten. „Für Materiallieferanten und -verarbeiter sowie für Spritzgiesser bedeutet die Teilnahme an Circularise Plastics eine Erhöhung des Materialwertes und des Vertrauens in ihre Produktion, indem Kunststoffharze, Additive, Farbstoffe und andere Produkte mit Materialpässen versehen werden. Für OEMs und Markeninhaber hilft sie auf dem Weg zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen und einer gestärkten Markenposition, indem sie die Herkunft eines Produkts aufdeckt und Transparenz über seine Umweltauswirkungen schafft“, sagt Dr. Burkhard Zimmermann, Leiter Strategie, Nachhaltigkeit und Digital im Segment Polycarbonates von Covestro.


Covestro und Domo Chemicals waren die entscheidenden Architekten, um die endgültigen Anforderungen des Pilotprojekts zu identifizieren, und werden an der Übernahme des Standards arbeiten. Nach Abschluss einer Pilotphase mit diesen Unternehmen ist das System für den breiteren Markt verfügbar. Ziel ist es, ein starkes Konsortium von Unternehmen zu bilden, um einen Industriestandard für Transparenz etwa mit Bezug zum Recyclinganteil und anderen nachhaltigen Praktiken zu setzen.


www.circularise.com/plastics

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