Ab August 2026 wird die Gewerbliche und Industrielle Berufsfachschule Freiburg (GIBS) neuer Unterrichtsstandort für die Kunststoffberufe in der Romandie. Damit rückt das Ausbildungsangebot näher an die Betriebe der Westschweiz heran und stärkt die Ausbildung in dieser wichtigen Industriebranche.
Autorin: Debora Rondinelli, Kunststoff.swiss, Aarau
An der GIBS wird ab August 2026 die Ausbildung zum Kunststofftechnologen bzw. zur Kunststofftechnologin EFZ angeboten. Die vierjährige Lehre führt zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis und vermittelt fundierte technische, praktische und theoretische Kenntnisse im Bereich der Kunststoffverarbeitung.
Bedeutung der Ausbildungsbetriebe
Die Ausbildungsbetriebe spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie geben ihr Fachwissen weiter, sichern den Nachwuchs und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Um als Lehrbetrieb anerkannt zu werden, müssen Unternehmen über qualifiziertes Fachpersonal, geeignete Infrastrukturen und korrekte Ausbildungsbedingungen verfügen. Der Kanton begleitet sie während des gesamten Bewilligungsverfahrens.
Engagement der Unternehmen
Unternehmen wie Wago in Domdidier engagieren sich bereits heute stark in der Nachwuchsförderung. Sie bieten regelmässig Betriebsbesichtigungen und Schnupperpraktika an, damit Jugendliche die technischen Berufe kennenlernen, praktische Erfahrungen sammeln und sich gezielt orientieren können.
Stärkung der Kunststoffbranche in der Romandie
Mit dem neuen Schulstandort in Freiburg erhält die Kunststoffbranche einen festen Anker in der Romandie. Jugendliche profitieren von einer hochwertigen Ausbildung, während Unternehmen die Möglichkeit haben, die Fachkräfte auszubilden, die sie künftig benötigen.
Überbetriebliche Kurse
Ein Teil der überbetrieblichen Kurse findet im KATZ in Aarau statt; ergänzende Module werden beim Institut für angewandte Forschung in der Kunststofftechnik (iRAP) sowie im Bildungszentrum Frimeca in Freiburg durchgeführt.