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SEKISUI plant Werk für synthetische Bahnschwellen (FFU) in den Niederlanden

(18.12.2020) Baubeginn der Anlage in Roermond (Niederlande) ist für 2021 geplant. Die Produktion soll bis April 2023 beginnen.


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Sekisui plant Europas erstes Werk für FFU-Bahnschwellen. In dem Werk im niederländischen Roermond sollen bei voller Auslastung 50 Menschen beschäftigt werden. Bild: Sikisui



Der Geschäftsbereich Urban Infrastructure and Environmental Products (UIEP) des japanischen Konzerns Sekisui Chemical CO., LTD hat die Entscheidung bekannt gegeben, in Roermond ein Werk zur Herstellung von Eisenbahnschwellen aus FFU Kunstholz (Langglasfasern und aufgeschäumtes Polyurethan) zu errichten. Dies wird die Produktionskapazitäten für FFU-Bahnschwellen um das 1,8-fache erweitern und die Lieferzeiten in Europa durch den Wegfall des Transports aus Japan deutlich reduzieren. Der Bau des Werkes in Roermond beginnt im Jahr 2021; die Produktion selbst startet im ersten Quartal 2023.


Grössere Produktionskapazitäten und eine kürzere Vorlaufzeit: Das sind die primären Ziele des neuen FFU-Werks in den Niederlanden. Das neue Werk wird in Roermond von Sekisui Eslon B.V. gebaut, einem Extrusions- und Spritzgussunternehmen innerhalb des Sekisui Geschäftsbereiches UIEP. Das Werk wird eine Grundfläche von 4400m2 haben, bei voller Kapazität Arbeitsplätze für 50 Personen schaffen und komplett elektrisch betrieben werden.


Die meisten FFU-Bahnschwellen von Sekisui werden derzeit im Shiga-Ritto-Werk in Japan hergestellt. Die steigende Nachfrage in Europa war jedoch das ausschlaggebende Argument, eine neue Produktion in den Niederlanden zu errichten und dabei auf die Infrastruktur von Sekisui Eslon B.V. zurückzugreifen.


Von dem neuen Werk aus kann Sekisui individuelle Bestellungen mit Verarbeitungspartnern an unterschiedlichen Bestimmungsorten koordinieren. Auf diese Weise können die Produktspezifikationen für unterschiedliche Märkte und Kunden genau gesteuert werden – und das bei optimaler Produktqualität und Lieferzeit.


FFU (Fiber-reinforced Foamed Urethane) wird hergestellt, indem duroplastischer Harzschaum (hartes Urethan-Harz) mit Langglasfasern verstärkt wird. Das macht es leicht und gleichermassen langlebig, wetterresistent und leicht zu bearbeiten. Neben Bahnschwellen hat es auch zahlreiche weitere Anwendungsbereiche: etwa Hausbau, Bauingenieurwesen, LKW-Ladeflächen, Schiffsdecks, Produktionsanlagen, Aquakulturanlagen, Sportanlagen und Parks.


FFU wurde 1974 entwickelt und wird seit mehr als 40 Jahren als Eisenbahnschwelle durch die japanische Bahnindustrie verwendet. In Europa wurde FFU 2004 erstmalig eingesetzt. Seitdem ist Europa zu einem zentralen Markt geworden – mit dem Ausblick auf eine weiter steigende Nachfrage, inklusive durch grosse Bahnunternehmen in Deutschland und Grossbritannien.


www.sekisuichemical.com

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