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Röchling akquiriert Frank plastic

(30.07.2018) Die Röchling-Gruppe setzt ihren Wachstumskurs weiter fort. Der Kunststoffspezialist aus Mannheim hat die Frank plastic AG - vorbehaltlich der kartellrechtlichen Zustimmung - übernommen, einen Anbieter von Medizin- und Industrietechnik mit Sitz in Waldachtal.

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Frank plastic wird als neues Verbundunternehmen von Röchling Medical eine wichtige Rolle im globalen Firmennetzwerk der Röchling-Gruppe spielen. Bild: Frank plastic


Erst vor wenigen Wochen hatte Röchling den amerikanischen Medizintechnik-Spezialisten Precision Medical Products erworben.

„Mit der Akquisition verfolgen wir unsere Wachstumsstrategie im Medical- aber auch im Industrial-Bereich konsequent weiter. Die Frank plastic AG ergänzt unser Produktportfolio, unsere Produktionstechnologien und unsere Kundenstruktur in idealer Weise“, begründet Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender der Röchling-Gruppe und verantwortlich für den Unternehmensbereich Medical, die Übernahme. In puncto Grösse, Ausrichtung, technischer Kompetenz und kultureller Prägung passe die Frank plastic AG sehr gut in das Röchling-Firmennetzwerk.

Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschafteten in der Frank-Unternehmensgruppe 260 Mitarbeiter 32,4 Millionen Euro Umsatz.

Im Medizintechnikbereich beliefert Frank u.a. die Segmente Kardiologie, Infusion, Angiografie (CT/MRT), Chirurgie und Ophthalmologie. Der Industriebereich des Unternehmens beliefert ausgewählte Segmente mit Extrusions-Profilen, anspruchsvollen Spritzgussteilen sowie Ventilen, Durchflussmessern und Armaturen. Hier wird es künftig zu einer engen Zusammenarbeit mit Röchling Industrial kommen.

„Wir haben uns zu einer Veräusserung unserer Anteile an der Frank plastic AG und zu einer Partnerschaft mit der Röchling-Gruppe entschlossen, weil wir hier die allerbesten Zukunfts- und Wachstumsperspektiven für das Unternehmen und den Standort sehen“, sagt Ferdinand Piëch von der Ferdinand Piëch Beteiligungs GmbH. Für kleinere Unternehmen werde es aufgrund der Neuordnung der Medizinproduktezulassung durch die EU im Jahr 2017 immer schwieriger, sich in diesem hochregulierten Markt zu behaupten beziehungsweise perspektivisch zu wachsen. „Im Verbund mit dem internationalen Firmennetzwerk der Röchling-Gruppe können die Mitarbeiter am Standort Waldachtal zuversichtlich in die Zukunft blicken“, so Piëch.

Der Unternehmensbereich Medical der Röchling-Gruppe konzentriert sich auf die Bereiche Pharma (Primärverpackung und Medikamentenabgabesysteme), Diagnostik/Patientenüberwachung, Life Sciences (Dialyse und Infusionsmedizin) sowie minimalinvasive Chirurgie/Interventional Medicine. „Das bestehende Produktportfolio von Frank passt ideal in diese Marktsegmente und ergänzt komplementär das Produktportfolio der Röchling-Gruppe“, so Knaebel.

Frank plastic wurde in den vergangenen Jahrzehnten als Familienunternehmen geführt und ähnelt in seiner Kundenorientierung stark der Röchling-Gruppe. „Wir sind überzeugt, dass die Zusammenarbeit kulturell sehr gut gelingen wird“, so fährt Knaebel fort. Der CEO von Frank plastic, Dr. Christian Holzherr, wird dem Unternehmen weiterhin vorstehen.

Sowohl im Bereich der Medizintechnik als auch der Industrie überzeugt Frank mit seinem Know-how und seinen breitgefächerten Produktionstechnologien. Die Spritzgussfertigung startete schon 1960 und wurde 1970 um die Extrusionstechnologie erweitert. Bereits 1980 nahm Frank die erste Medizinproduktion im Reinraum in Betrieb. Neben circa 70 Spritzgussmaschinen, davon 40 im Reinraum ISO 8, werden rund 18 Extrusionslinien betrieben. Darüber hinaus sind mehrere spanabhebende Bearbeitungszentren installiert. Die Produktionstechnologien ergänzen die der Röchling-Gruppe; stellen in einigen Fällen aber auch eine wesentliche zusätzliche Kompetenz dar. Dazu zählt beispielsweise die Schlauch-Extrusion unter Reinraumbedingungen.


www.röchling.com





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