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Positiver Beitrag zur Umsetzung der EU-Kunststoffstrategie

(11.10.2018) Eine Studie von Fraunhofer UMSICHT zeigt: Die Kreislaufführung von Kunststoffen durch die Alba Group spart im Vergleich zur erdölbasierten Primärproduktion im grossen Massstab Ressourcen und Treibhausgasemissionen ein.


Kunststoffrecycling_@ALBA-G

Mit ihren Recyclingaktivitäten trägt die Alba Group zur Umsetzung der EU-Kunststoffstrategie bei. Bild: Albis Group



Bereits zum elften Mal untersuchte Fraunhofer UMSICHT im Auftrag der Alba Group deren Recyclingaktivitäten. In der diesjährigen Studie «resources SAVED by recycling», lag der Fokus auf den Stoffströmen Kunststoffe, Metalle, Elektroaltgeräte, Papier/Pappe/Karton, Glas und Holz. Die Ergebnisse zeigen, dass beispielsweise die Primärproduktion von 1t Polypropylen – der weltweit am zweithäufigsten eingesetzte Kunststoff – rund 5,2t Rohstoffe verbraucht und dabei 1,7t Treibhausgase freisetzt. Bei der Herstellung von 1t Polypropylen aus Sekundärrohstoffen hingegen werden durchschnittlich nur 224 kg Ressourcen verbraucht und 966 kg Treibhausgase freigesetzt.


«Die Voraussetzung für eine schonende Kreislaufführung sind hochmoderne Verfahren wie Recycled-Resource, mit dem unser Tochterunternehmen Interseroh den Materialkreislauf von Kunststoffen komplett geschlossen hat», so Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der Alba Group. Damit unterstütze das Unternehmen nicht zuletzt die Ziele der EU-Kunststoffstrategie von Anfang 2018, die unter anderem einen verstärkten Einsatz innovativer Technologien für geschlossene Kunststoffkreisläufe fordert.


Gewicht des ökologischen Rucksacks verringern
Fraunhofer UMSICHT hat ermittelt, dass die gebündelten Recyclingaktivitäten des Umweltdienstleisters und Rohstoffversorgers im vergangenen Jahr rund 30,2 Millionen Tonnen Primärressourcen geschont und zugleich rund 4,1 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart haben. Um auf natürliche Weise ebenso viele Treibhausgase zu binden, wäre ein Mischwald von rund 410’000 ha Fläche nötig – das entspricht in etwa der Grösse des Ruhrgebiets.


«Je emissionsärmer und energiesparender Abfalllogistik und Aufbereitungstechnologie sind, desto leichter wird auch der ökologische Rucksack der Recyclingmaterialien», betont Dr. Markus Hiebel, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement beim Fraunhofer UMSICHT. «Deshalb führt erst eine hochwertige Kreislaufführung wie die der Alba Group zu einer eindeutig positiven Umweltbilanz. Unsere Studie soll dafür sensibilisieren, auf welchem Weg sich eine nachhaltigere Wirtschaftsweise tatsächlich erreichen lässt.»


www.umsicht.fraunhofer.de


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