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Kooperation: Dieffenbacher und Arburg bündeln Kompetenzen

(30.09.2019) Um neue Lösungsansätze für das Spritzpressen von Hybridbauteilen zu entwickeln, kooperieren zukünftig die beiden Familienunternehmen Dieffenbacher und Arburg.


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Tolle Kombination: Die Spritzpresse von Dieffenbacher mit einer FDC-Spritzeinheit von Arburg. (Bild: Dieffenbacher)



Im Rahmen des Forschungsprojekts MoPaHyb „Modulare Produktionsanlage für hochbelastbare Hybridbauteile“ haben Arburg und Dieffenbacher zuletzt ihre erfolgreiche Zusammenarbeit unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit dem Fraunhofer ICT, Pfinztal, und neun weiteren Partnern wurde eine modulare Produktionsanlage für Hybridbauteile entwickelt und realisiert. Diese verbindet eine modulare Spritzeinheit der Grösse 4600 für das Faser-Direkt-Compoundieren (FDC) von Arburg mit einer am ICT vorhandenen, vertikal arbeitenden 3600-Tonnen-Presse von Dieffenbacher. Damit können bisher nicht herstellbare Bauteildimensionen und -komplexitäten umgesetzt werden.


„Das Thema Leichtbau spielt bei Arburg eine wichtige Rolle“, betont Gerhard Böhm, Geschäftsführer Vertrieb bei Arburg. „Wir haben verschiedene Verfahren und Lösungen im Programm, darunter auch das FDC-Verfahren. Dieses mit dem Spritzpressen zu kombinieren, ist ein zukunftsweisendes Konzept, um neue Leichtbau-Anwendungen zu ermöglichen.“ Manfred Reif, Leiter der Business Unit Composites bei Dieffenbacher, ergänzt: „Aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem MoPaHyb-Projekt werden wir künftig die Dieffenbacher-Spritzpressen auch in Kombination mit einer FDC-Spritzeinheit von Arburg anbieten. Zusammen mit unserer UD-Tapelegeanlage Fiberforge und der Konsolidiereinheit Fibercon können wir unseren Kunden damit ein starkes Gesamtpaket zur Verfügung stellen.“


Neue Anwendungsbereiche erschliessen
Insbesondere bei Bauteilen mit sehr dünnen Wandstärken bietet das Spritzpressen ein materialschonendes sowie effizientes Fertigungsverfahren. Geometrische Verstärkungen durch Rippenstrukturen sowie lokale oder vollflächige Verstärkungen durch den Einsatz von unidirektionalen Tapes bieten in Kombination mit faserverstärktem Hinterspritzen eine Vielzahl von neuen Anwendungsbereichen, speziell für Strukturanwendungen. Vorteil der Dieffenbacher-Presse als Schliesseinheit ist, dass Verstärkungseinlagen einfach in das horizontal liegende Werkzeug eingelegt werden können.


Das Arburg-Spritzverfahren Faser-Direkt-Counpoundieren (FDC) bietet die Möglichkeit, Fasern direkt in die Kunststoffschmelze einzubringen. Faserlänge, Faseranteil und Materialkombination können individuell eingestellt und damit die Bauteileigenschaften gezielt beeinflusst werden.


Vorstellung auf der K 2019
Mit der Kombination Spritzpressen und FDC-Spritzgiessen lassen sich hybride Bauteile sehr wirtschaftlich und flexibel herstellen. Auf der K 2019 in Düsseldorf vom 16. bis 23.10. präsentiert Dieffenbacher dieses Konzept in Halle 14, Stand A02.


www.arburg.com


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