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KMU-Umfrage

(25.03.2020) Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus treffen die Schweizer KMU an breiter Front. Gemäss einer Blitzumfrage von Visable stellt jedes fünfte Unternehmen auf Kurzarbeit um.


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Kurzarbeit und Umsatzeinbussen: So leiden Schweizer KMU unter der Corona-Pandemie. (Grafik: Visable)



Knapp zwei Drittel der KMU (57.7 %) rechnen mit kleinen Umsatzeinbussen und gar ein Viertel (25.48 %) mit enormen Einbussen. Jedes fünfte Unternehmen stellt bereits auf Kurzarbeit um. Visable hat in der Woche vom 12. bis 19. März in einer Blitz-Umfrage 208 Schweizer KMU zu den Folgen der Corona-Pandemie online befragt.


Auf die Gründe der Umsatzeinbussen angesprochen, zeigt sich, dass das Hauptproblem die starke Verunsicherung der Kunden ist. Denn dieser Umstand wurde von 71 Prozent der Befragten angegeben. Eine Herausforderung stellen aber auch vermehre Krankheitsfälle im Betrieb dar (10.6 %).


Hälfte der KMUs leidet unter einem Rückgang der Aufträge
Die Schweizer KMU spüren bereits mehrere konkrete Folgen der Corona-Pandemie. Über die Hälfte (53.4) gaben in der Umfrage an, dass es seitens der Kunden weniger Nachfrage gibt und die Aufträge zurückgehen. Knapp ein Viertel (24.5 %) beklagt sich über Lieferengpässe bei der Beschaffung. Die Unternehmen sind aber auch betroffen, weil Mitarbeiter krank sind (16.8%) oder sich in Quarantäne befinden (9.6 %). Weniger ins Gewicht fallen Umsatzprobleme wegen der Abhängigkeit vom chinesischen Markt (7.7 %).


Lieferengpässe bei der Beschaffung spüren die KMU vor allem in Europa (22.1 %). Immerhin 17.3 Prozent der Unternehmen leiden unter Engpässen bei Lieferungen aus China. Bei den USA oder anderen Regionen gibt es offenbar aber noch keine Lieferschwierigkeiten.


Kurzarbeit und Stellenstopp als Sofortmassnahmen
Bei den Massnahmen, die die KMU ergreifen, gibt es zwei eindeutige Stossrichtungen, die beide etwa gleich stark zum Zug kommen. So steigt bereits etwa jedes fünfte Unternehmen auf Kurzarbeit um (20.7 %) oder stoppt bei der Anstellung neuer Mitarbeitenden (18.8 %). Lediglich 4.3 Prozent der KMU reagieren jetzt schon mit Entlassungen.


Breite Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeitenden
Die am breitesten angewendete Massnahme von Schweizer Firmen zum Schutz der Mitarbeitenden ist das Bereitstellen von Desinfektionsmittel. Zwei Drittel (62 %) der Befragten haben diese Massnahme ergriffen. 43.8 Prozent der Unternehmen haben Homeoffice angeordnet. Und 40.4 Prozent verzichten in der aktuellen Situation auf Geschäftsreisen. Über ein Viertel der Unternehmen hält Video-Konferenzen ab (26.4 %). Fiebermess-Kontrollen gibt es in kaum einem Unternehmen (1.9 %).


Zu Visable gehören auch der B2B-Marktplatz «Wer liefert was» und die europäische B2B-Plattform Europages.


www.visable.com


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