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Borealis ernennt neuen CEO

(10.04.2018) Nach mehr als elf Jahren als CEO von Borealis verlässt Mark Garrett das Unternehmen, um einen neuen Karriereweg einzuschlagen. Seine Nachfolge tritt per 2. Juli Executive Vice President Alfred Stern an, derzeit verantwortlich für die Bereiche Polyolefine und Innovation.


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Mark Garrett kam im Jahr 2007 zu Borealis und übernahm ein Unternehmen, das am Ende seines erfolgreichen „Scrap & Build“-Programms in Europa stand. Die elf Jahre unter Mark Garrett bedeuteten eine Phase erheblichen Wachstums und geographischer Expansion für das Unternehmen, in der sich sowohl die Produktionsmengen als auch der Nettogewinn verdreifachten, wobei im Jahr 2017 ein Nettogewinn von EUR 1,1 Milliarden erreicht wurde. In seiner Ära als Vorstandssitzender wurden zahlreiche bedeutende Projekte realisiert, wie beispielsweise die höchst erfolgreichen Joint Venture-Megaprojekte Borouge 2 und Borouge 3, mit denen Borouges Kapazitäten von 0,6 Millionen Tonnen auf 4,5 Millionen Tonnen ausgebaut werden konnten. Garrett selbst betrachtet Borealis‘ Geschäftsperformance während der globalen Finanzkrise als den wahren Höhepunkt seines Wirkens – als die gesamte petrochemische Industrie der westlichen Welt Verluste in Milliardenhöhe schrieb, während Borealis es schaffte, einen Nettogewinn im Ausmass von EUR 38 Millionen zu erwirtschaften.


In den Jahren 2016/2017 führte Garrett Borealis in die nächste Wachstumsphase und füllte die Projektpipeline mit einer Reihe wichtiger Investitionspläne. Dazu zählen zum Beispiel das Joint Venture mit Total Nova Chemicals in Texas (USA), die PDH-Anlage in Kallo, Belgien, sowie der weitere Ausbau von Borouge.


Alfred Stern leitete die Neuausrichtung der Polyolefingeschäftsstrategie, um Wachstum auf Basis von „Value Creation through Innovation“ sowie Borealis‘ Expansion in neue Märkte auf der ganzen Welt voranzutreiben, wodurch er die Profitabilität des Geschäftsbereichs auf ein Rekordniveau anhob. Seit 2016 förderte Stern die strategische Neuorientierung in Richtung Kreislaufwirtschaft, wobei er sich auf die Entwicklung von Lösungen für den Abbau von Hindernissen für höhere Recyclingraten („Design for Recyclability“) konzentrierte. Ein wichtiger Schritt im Zuge dieser Bemühungen war die Übernahme und der Ausbau von mtm plastics, einem deutschen Unternehmen für mechanisches Recycling.


Alfred Stern stiess im Jahr 2008 zu Borealis, nach seinem Abgang von E. I. DuPont de Nemours, wo er eine Reihe internationaler Führungspositionen innehatte. Im Juli 2012 wurde er in den Vorstand von Borealis bestellt.


www.borealisgroup.com

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