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Die Fachzeitschrift für Werkstoffe –
Verarbeitung – Anwendung

1. Technologietag bei Lenorplastics kam gut an

(05.10.2018) Der 1. Technologietag, organisiert und durchgeführt von Lenorplastics, legte einen gelungenen Start hin. Rund 150 Interessierte kamen in die Ostschweiz nach Oberriet, um über das Kernthema E-Mobilität mehr zu erfahren, aber auch, um Kontakte zu pflegen.


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Aufgeräumte Stimmung am 1. Technologietag im neuen Logistikzentrum bei Lenorplastics in Oberriet.



«Wir glauben, dass es trotz Digitalisierung einen Ort braucht, wo man sich trifft, um technische Themen zu besprechen und Neuigkeiten auszutauschen», begründet Jwan Meier, Geschäftsführer der Lenorplastics Gruppe und der Sax Schweiz, die Durchführung des 1. Technologietags. Der Netzwerkanlass mit Tischmesse und Fachvorträgen ist eine Plattform, die genau diesen Zweck erfüllt. Das Schwerpunktthema E-Mobilität fokussierte bewusst nicht auf Automotive. «Es geht darum, dass man die E-Mobilität grundsätzlich in der Breite diskutiert und auch Materialideen aus Sicht der Rohstoffhersteller einbringt. Die Teilnehmer sollen Anregungen erhalten, was man mit einem Material zum Beispiel in der Elektroindustrie oder in der Haushaltsindustrie umsetzen kann. Wir sind uns bewusst – und hoffen auch – dass nach dem heutigen Tag noch viele Fragen offen sind und wir zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Kunden zusammen, die Thematik vertiefen können», erklärt Meier das breit gefächerte Vortragsprogramm.


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Jwan Meier, Geschäftsführer der Lenorplastics Gruppe und der Sax Schweiz, begrüsst die Gäste im neuen Logistikzentrum.



Breiter Vortragsmix kam gut an
Der Mix des 1. Technologietag kam gut an bei den Besuchern. Die 14 Vorträge behandelten ein breites Spektrum an Themen, eben etwas für jeden Ge¬schmack. Zu Werkstoffen etwa gab es Informationen über strahlenvernetzte Polyamide als Alternative zu Hochleistungskunststoffen und Duroplasten; diverse Vorträge informierten über Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen von flammgeschützten Polymeren, von TPE und PPS Generation E und von anwendungsgerechten Polymeren zur Metallsubstitution. Auch Medical Grades nach der VDI Richtlinie 2017 war ein Thema. Verschiedene Referenten aus dem Maschinen/Peripherie-Bereich setzten sich mit den heutigen und zukünftigen Anforderungen und Möglichkeiten der Produktion von morgen auseinander, mit Blick auf Industrie 4.0 und augmented reality.


Der Gastvortrag von Pascal Derron und Konstanze Grammatikos, Swiss E-Prix Operations AG, gab einen Einblick in die Organisation der Formel E, der weltweit ersten Strassenrennserie mit Elektrofahrzeugen. Das anschliessende Barbecue bot nochmals Gelegenheit zur ausgiebigen Kontaktpflege.


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Citroen Mehari aus den frühen 70er Jahren, 500 kg schwer. Die Karrosserie ist komplett aus Cycolac, einem ABS von Sabic.



O-Tone von Besuchern
«Ich finde das Programm sehr interessant, es bietet aus allen Fachgebieten etwas» (Markus Steimle, motan-colortronic)

«Mich interessierte besonders der Vortrag über strahlenvernetzte Polyamide. Ich werde im Einzelgespräch mit dem Referenten noch herausfinden, ob die hochtemperaturbeständigen Materialien eine mögliche Alternative zu unseren bestehenden Materialien sein könnten. Das Ganze hört sich auf jeden Fall vielversprechend an.» (Hans-Ulrich Müller, Maxon Motor)


«Wir als Entwicklungsdienstleister arbeiten vielfach in Bereichen, wo Produkte noch nicht auf dem Markt sind. Ein grosses Thema ist sicher Metallsubstitution und damit verbunden Leichtbau und Hybridtechnologien. Für uns stellt sich oft die Frage, wie lässt sich Energie besser nutzen. Deshalb war der Vergleich vollelektrisch – hybrid im Netstal-Vortrag sehr interessant.» (Alain Erni, Helbling Technik)


«Ich halte einen Vortrag über Me¬tallsubstitution. (…) Die Materialwahl ist sehr anwendungsspezifisch. Auf solche Vorträge hin erhält man in der Regel auch sehr viele Nachfragen und daraus können sich dann auch wieder Projekte entwickeln.» (Uwe Koch-Reuss, Victrex Europa)


«Für mich als Einkäufer sind Kunststoffrohmaterialien interessant. Vom Vortrag über flammgeschützte Kunststoffe hatte ich mir mehr Informationen erhofft – was es für Typen gibt, was diese können. Aber die Vorträge richten sich natürlich an ein breites Publikum – jeder nimmt für sich das heraus, was er gebrauchen kann.» (Patrick Gubler, Hänggli Thermoplast)


«Ich bin am Aufgleisen eines Projekts, bei dem es zwar nicht um Materialien für den Medtech-Bereich geht, aber spezielle Polyethylen-Typen gefragt sind. Der Vortrag über ‘Herausforderung für Medical Grades – VDI Richtlinie 2017’ war sehr gut. Ich werde die Referentin nun mit Fragen löchern.» (Hansjörg Kiener, Huber Kunststoff)


«Wir sind ein Hersteller von Niederspannungsschaltgeräten und setzen verschiedene Kunststoffe ein, vorwiegend im E+E-Bereich. Wir hatten schon Probleme mit Einfärben. Beim Motan-Vortrag, den ich mir anhörte, ging es vor allem darum, zu sehen, was heute möglich ist und wie wir die Probleme in Zukunft lösen können. Ich werde nun direkt auf den Referenten zugehen und konkret nachfragen.» (Daniel Brugger, Rockwell Automation Switzerland)


«Es sind viele Kunden von uns hier und auch sehr viele Lieferanten. Ich werde beim nächsten Technologietag auf alle Fälle wieder dabei sein. Mit 150 Teilnehmenden ist dies ein guter Treffpunkt der Branche.» (Tobias Wild jun., Wild & Küpfer)


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Grosses Interesse an den Fachvorträgen.



(mf)


www.lenorplastics.com

Bilder: Marianne Flury


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